Servus,
ich habe noch vergessen zu erwähnen wie man am Ende der Schalteinstellung das Überschalten verhindert, deshalb jetzt noch der kleine Nachtrag zum Thema.
Hat man die Schaltung also fertig eingestellt, werden bei der normalen Schaltung ohne Federunterstützung noch die "Schaltbegrenzungen" eingestellt.
Dazu eignet sich ebenfalls der dritte Gang, es geht aber auch aus jedem anderen Gang.
Man schaltet von da in den nächsten Gang und hält den Fußschalthebel in seiner Endlage fest, dann dreht man die Exzenterbuchsen die unter den Schrauben für den Schaltautomat liegen gegen den Schaltautomat bis sie anliegen.
Das ganze muss einmal beim hoch und einmal beim runter Schalten gemacht werden, diee Schrauben danach wieder festziehen und die Schaltung ist fertig.
So, als nächstes sollte eigentlich die gefederte Schaltung von meinem AGS Motor kommen, leider habe ich festgestellt dass das Gewinde der Ölablassschraube bei dem Gehäuse defekt ist und erst repariert werden muss.
Also alles wieder zerlegt und erstmal einen passenden Gewindebohrer bestellt.
Aus diesem Grund geht es jetzt hier mit dem Primärtrieb und der Kupplung des 50SW weiter.
8. Primärtrieb und Kupplung
Zuerst muss noch das dritte Lager auf der Kupplungsseite für die Kurbelwelle ins Gehäuse eingebaut werden.
Dieses Lager sollte immer erst nach Einbau der Kurbelwelle ins Gehäuse kommen, da es sich von außen auf den Absatz des Kurbelzapfens setzt.
Macht man es vorher ins Gehäuse besteht die Gefahr das man es zu weit eintreibt und sich die Kurbelwelle im Gehäuse verspannt, was zur Zerstörung der Lagersitze der Kurbelwellenlager führt.

Danach sichten wir kurz die Bauteile des Primärtriebs, der sich beim wassergekühlten Motor durch das zusätzliche Zahnrad für die Wasserpumpe und den etwas schmaleren Distanzring unterscheidet.

Eingebaut wird das ganze in folgender Reihenfolge, zuerst der Distanzring, dann die Passfeder für das Primärrad, das Primärrad, das Wasserpumpenrad und zum Schluss die Mutter zum festziehen der ganzen Konstruktion.




Als nächstes wird die Kupplung für den Wiederaufbau vorbereitet, alle Teile sollten penibel gereinigt werden, da sich im Kupplungskorb im unteren Bereich gerne der ganze Abrieb der Kupplungsbeläge ansammelt.
Ich werde hier die Methode beschreiben bei der ich eine zweite Kupplungsnabe als Hilfsmittel verwende, wer keine zweite Nabe hat kann alternativ das Zentrierwerkzeug aus der Rep. Anleitung verwenden oder sich eine Nabe besorgen.
Zuerst legt man sich den Korb bereit und setzt die Kupplungsfedern ein. Hier gibt es zwei Möglichkeiten, original waren 6 Federn wie in den folgenden Bildern gezeigt eingebaut. Mir persönlich ist mit 6 Federn die Kupplung aber zu "schwammig" weshalb ich in alle meine Motoren 9 Federn einbaue.
Für meine Begriffe führt das zu einer exakter funktionierende Kupplung bei der man besser den Druckpunkt erspüren kann, der Nachteil ist natürlich eine etwas höhere Handkraft beim ziehen des Kupplungshebels.


Danach kommt die Grundplatte mit den Betätigungsnasen oben auf die Federn, die Nasen müssen in den entsprechenden Nuten im Korb geführt werden.

Jetzt kommen der Reihe nach, beginnend mit einer Reibscheibe die Kupplungsbeläge in die Kupplung. Damit nachher die Reibscheiben alle gleichmäßig ausgerichtet sind und die Kupplung ohne Probleme eingebaut werden kann, muss in die Mitte des Kupplungskorbes die zweite Nabe auf eine Erhöhung gestellt werden.
Im Beispiel verwende ich für dieses Vorhaben eine Lenkkopfmutter, es ist aber auch jede andere Unterlage die die Nabe hoch genug hebt, das alle Reibscheiben eingefädelt werden können, möglich.






Am ENde entsteht ein kleiner Turm aus Kupplungsscheiben die über den Rand des Korbes hinausschauen, hier darauf achten das die Mitnehmerzapfen der Stahlscheiben so genau wie möglich übereinander liegen.
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Zwei Takte sind genug und Ventile gehören in die Reifen.
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